Lepra-Team Kreuztal

- seit 35 Jahren helfen wir Schicksale zu ändern -

 

Lepra - was ist das?

Lepra ist eine Krankheit, deren Erreger die Haut und das Nervensystem befällt. Das Lepra-Bakterium wurde 1872 von Dr. Gerhard H. Armauer Hansen aus Bergen in Norwegen entdeckt.


 

Lepra - gibt es das noch?

Lepra gibt es noch. In über 30 Ländern der Erde ist diese jahrtausend alte Krankheit immer noch ein ernstes Gesundheitsproblem und führt zu Verstümmelungen und Behinderungen. Jedes Jahr kommen in den armen Ländern des Südens mehr als eine halbe Million neue Leprakranke in Behandlung - jede Minute ein neuer Patient. Die Anzahl der unentdeckten Fälle ist vermutlich zwei bis vier mal höher.


Spielt Armut eine Rolle?

Ja! Armut fördert Lepra und umgekehrt. Denn Armut, und damit Unterernährung und schlechte Lebensbedingungen, sind der Nährboden für Infektionskrankheiten wie Lepra. Und umgekehrt haben Leprakranke wegen der gesellschaftlichen Ausgrenzung und wegen ihrer Behinderung oft keine Möglichkeit mehr, für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt zu verdienen.               

 

Aber Lepra ist doch heilbar?

Ja. Seit mehr als 20 Jahren gibt es endlich hochwirksame Medikamente, die den Lepra-Erreger abtöten. Es gibt kombinierte Therapien, die Lepra vollständig heilbar machen. Doch es ist sehr schwierig und aufwändig die Menschen in kleinen, abgelegenen Dörfern Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas zu erreichen.

 

Bild vom Leprabasar 2002
Und wie hilft das Lepra-Team?

Das Kreuztaler Lepra-Team wurde im Jahr 1969 durch den damaligen Pastor Henkenmeier, der zuerst als Kaplan in unserer Gemeinde wirkte, aus einer echten Verantwortung gegenüber den Ärmsten der Armen, nämlich den Aussätzigen, gegründet. Pastor Henkenmeier hatte auf einer Reise die Not der Leprakranken gesehen und beschlossen, für diese Menschen Hilfe zu beschaffen. Die ersten Aktionen, die Gelder für das Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk einbrachten, waren Straßensammlungen, Spenden und Trödelmärkte.

Im Jahr 1972 übernahm Frau Wally Lerg die Leitung des Lepra-Teams. Obwohl die engagierten Personen zeitweilig wechselten, wurden aber immer wieder Interessierte gefunden, die voller Idealismus für die gute Sache arbeiten, so dass das Team heute dauerhaft aus 9 Personen besteht.

Dabei hat uns unsere Gemeinde St. Johannes Baptist nach Kräften geholfen und unser Anliegen mitgetragen. Über die Jahre hat unsere Gruppe, mit Ihrer Mithilfe, das Projekt Haute Uele in Zaire unterstützt. Seit 2003 wird unsere Hilfe dort nicht mehr benötigt. Seit 2004 unterstützen wir nun unser neues Projekt Bisidimo im Osten Äthiopiens. Hierbei handelt es sich um das erste Projekt der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. überhaupt. Bereits seit 1958 werden hier kontinuierlich Leprakranke behandelt. Seit 1996 werden auch Tuberkulosekranke behandelt. Bundespräsident Horst Köhler, der Bisidimo im Dezember 2004 besuchte, äußerte sich nach seinem Rundgang über die Anlage von Bisidimo, „Die Spenden sind gut angelegt“. Selbst in seiner Weihnachtsansprache erwähnte er seinen Besuch in Bisidimo. Bitte unterstützen Sie uns und unser neues Projekt auch weiterhin.

Äthiopien: Unser Projektland

Äthiopien liegt in Ostafrika, ist mehr als dreimal so groß wie Deutschland und hat etwa 72 Millionen Einwohner, die sich auf 83 Volksgruppen mit mehr als 80 Sprachen und Dialekten verteilen. Die Mehrheit der Menschen lebt im Hochland des Nordens und in Zentral-Äthiopien. Die Hauptstadt Addis Abeba mit ca. 5 Millionen Einwohnern liegt 2.440 Meter über Meeresniveau. Das Tiefland ist dünn besiedelt. 90% der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, 47% der Bevölkerung lebt unterhalb der Armutsgrenze. Äthiopien zählt daher zu einem der ärmsten Länder der Welt. Sechzig bis achtzig Prozent aller Krankheiten werden durch Unterernährung und Infektionen verursacht. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 45 Jahren und 43% der Bevölkerung ist unter 15 Jahren. 50% sind Christen, weitere 50% Moslem. Jedes Jahr werden in Äthiopien ca. 6.000 neue Lepra- und mehr als 120.000 neue Tuberkulosekranke entdeckt. Die DAHW hat 2006 für alle 28 Projekte in Äthiopien einen Etat von insgesamt 1,5 Mio. Euro eingeplant. Über die 5 Hospitäler und ihre Außenstellen konnten 2005 insgesamt 139.096 Patienten versorgt werden. Eines der Hospitäler ist unser neues Partnerschaftsprojekt Bisidimo.


Relief Center Bisidimo: Unser neues Projekt

Seit 2004 haben wir, dank Ihrer Hilfe, unser neues Projekt mit mehr als € 10.000,- unterstützen können. Das Relief Center Bisidimo ist die „Wiege“, das erste Projekt der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. (ehemals Deutsches Aussätzigen Hilfswerk) und wurde 1958 von deutschen Handwerkern und einheimischen Helfern, die selbst leprakrank waren, aufgebaut. Es befindet sich im Osten Äthiopiens, 550 km östlich der Hauptstadt Addis Abeba, in der Provinz Harraghe. Nahe der Stadt Harrar. Als die Arbeiten begannen gab es dort nur trockene Steppe. Heute besteht Bisidimo aus mehr als einhundert Gebäuden. Hierzu zählen ein Krankenhaus mit 150 Betten, eine Orthopädische Werkstatt, Augenklinik, Zahnklinik, eine Lehrfarm mit über 70 Milchkühen, eine 20 Hektar große Mangoplantage mit 1.800 Bäumen, eine Lehrwerkstatt, in der Kinder von Leprakranken zu Automechanikern, Elektrikern, Maurern und Tischlern ausgebildet werden. 80% der Ausgebildeten finden anschließend einen Arbeitsplatz. Über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus von der Lepra betroffenen Familien besuchen dort die Grundschule, über 200 Schüler besuchen die Highschool (Realschule), die direkt neben der Grundschule errichtet wurde. Bisidimo wurde 2005 mit insgesamt 28.928 Euro unterstützt. Damit die wichtige Arbeit in Äthiopien und in der Region um Bisidimo auch in Zukunft weiter geleistet werden kann, benötigt Bisidimo weiterhin unsere Unterstützung. Helfen Sie mit!

 

Kontakt:

Walburga Lerg

Zum Hohlen Stein 17

Tel. 12567

 

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