Lepra - was ist das? Lepra ist eine Krankheit, deren Erreger die Haut und das Nervensystem befällt. Das Lepra-Bakterium wurde 1872 von Dr. Gerhard H. Armauer Hansen aus Bergen in Norwegen entdeckt. |
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Lepra - gibt es das noch?
Lepra gibt es noch. In über 30 Ländern der Erde ist diese jahrtausend alte Krankheit immer noch ein ernstes Gesundheitsproblem und führt zu Verstümmelungen und Behinderungen. Jedes Jahr kommen in den armen Ländern des Südens mehr als eine halbe Million neue Leprakranke in Behandlung - jede Minute ein neuer Patient. Die Anzahl der unentdeckten Fälle ist vermutlich zwei bis vier mal höher. Spielt Armut eine Rolle? Ja! Armut fördert Lepra und umgekehrt. Denn Armut, und damit Unterernährung und schlechte Lebensbedingungen, sind der Nährboden für Infektionskrankheiten wie Lepra. Und umgekehrt haben Leprakranke wegen der gesellschaftlichen Ausgrenzung und wegen ihrer Behinderung oft keine Möglichkeit mehr, für sich und ihre Familien den Lebensunterhalt zu verdienen.
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Aber Lepra ist doch heilbar?
Ja. Seit mehr als 20 Jahren gibt es endlich hochwirksame Medikamente, die den Lepra-Erreger abtöten. Es gibt kombinierte Therapien, die Lepra vollständig heilbar machen. Doch es ist sehr schwierig und aufwändig die Menschen in kleinen, abgelegenen Dörfern Afrikas, Asiens oder Lateinamerikas zu erreichen. |
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Und wie hilft das Lepra-Team?
Das Kreuztaler
Lepra-Team wurde im Jahr 1969 durch den damaligen Pastor Henkenmeier,
der zuerst als Kaplan in unserer Gemeinde wirkte, aus einer echten
Verantwortung gegenüber den Ärmsten der Armen, nämlich den Aussätzigen,
gegründet. Pastor Henkenmeier hatte auf einer Reise die Not der
Leprakranken gesehen und beschlossen, für diese Menschen Hilfe zu
beschaffen. Die ersten Aktionen, die Gelder für das Deutsche Aussätzigen-Hilfswerk einbrachten, waren Straßensammlungen, Spenden und Trödelmärkte.
Im Jahr 1972 übernahm Frau Wally Lerg die Leitung
des Lepra-Teams. Obwohl die engagierten Personen zeitweilig wechselten,
wurden aber immer wieder Interessierte gefunden, die voller Idealismus
für die gute Sache arbeiten, so dass das Team heute dauerhaft aus 9
Personen besteht.
Dabei hat uns unsere Gemeinde St. Johannes Baptist nach Kräften
geholfen und unser Anliegen mitgetragen. Über die Jahre hat unsere
Gruppe, mit Ihrer Mithilfe, das Projekt Haute Uele in Zaire
unterstützt. Seit 2003 wird unsere Hilfe dort nicht mehr benötigt. Seit
2004 unterstützen wir nun unser neues Projekt Bisidimo im Osten
Äthiopiens. Hierbei handelt es sich um das erste Projekt der Deutschen
Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. überhaupt. Bereits seit 1958 werden
hier kontinuierlich Leprakranke behandelt. Seit 1996 werden auch
Tuberkulosekranke behandelt. Bundespräsident Horst Köhler, der Bisidimo
im Dezember 2004 besuchte, äußerte sich nach seinem Rundgang über die
Anlage von Bisidimo, „Die Spenden sind gut angelegt“. Selbst in seiner
Weihnachtsansprache erwähnte er seinen Besuch in Bisidimo. Bitte
unterstützen Sie uns und unser neues Projekt auch weiterhin. Äthiopien: Unser ProjektlandÄthiopien
liegt in Ostafrika, ist mehr als dreimal so groß wie Deutschland und
hat etwa 72 Millionen Einwohner, die sich auf 83 Volksgruppen mit mehr
als 80 Sprachen und Dialekten verteilen. Die Mehrheit der Menschen lebt
im Hochland des Nordens und in Zentral-Äthiopien. Die Hauptstadt Addis
Abeba mit ca. 5 Millionen Einwohnern liegt 2.440 Meter über
Meeresniveau. Das Tiefland ist dünn besiedelt. 90% der Bevölkerung lebt
von der Landwirtschaft, 47% der Bevölkerung lebt unterhalb der
Armutsgrenze. Äthiopien zählt daher zu einem der ärmsten Länder der
Welt. Sechzig bis achtzig Prozent aller Krankheiten werden durch
Unterernährung und Infektionen verursacht. Die durchschnittliche
Lebenserwartung liegt bei 45 Jahren und 43% der Bevölkerung ist unter
15 Jahren. 50% sind Christen, weitere 50% Moslem. Jedes Jahr werden in
Äthiopien ca. 6.000 neue Lepra- und mehr als 120.000 neue
Tuberkulosekranke entdeckt. Die DAHW hat 2006 für alle 28 Projekte in
Äthiopien einen Etat von insgesamt 1,5 Mio. Euro eingeplant. Über die 5
Hospitäler und ihre Außenstellen konnten 2005 insgesamt 139.096
Patienten versorgt werden. Eines der Hospitäler ist unser neues
Partnerschaftsprojekt Bisidimo. Relief Center Bisidimo: Unser neues Projekt Seit
2004 haben wir, dank Ihrer Hilfe, unser neues Projekt mit mehr als €
10.000,- unterstützen können. Das Relief Center Bisidimo ist die
„Wiege“, das erste Projekt der Deutschen Lepra- und Tuberkulosehilfe
e.V. (ehemals Deutsches Aussätzigen Hilfswerk) und wurde 1958 von
deutschen Handwerkern und einheimischen Helfern, die selbst leprakrank
waren, aufgebaut. Es befindet sich im Osten Äthiopiens, 550 km östlich
der Hauptstadt Addis Abeba, in der Provinz Harraghe. Nahe der Stadt
Harrar. Als die Arbeiten begannen gab es dort nur trockene Steppe.
Heute besteht Bisidimo aus mehr als einhundert Gebäuden. Hierzu zählen
ein Krankenhaus mit 150 Betten, eine Orthopädische Werkstatt,
Augenklinik, Zahnklinik, eine Lehrfarm mit über 70 Milchkühen, eine 20
Hektar große Mangoplantage mit 1.800 Bäumen, eine Lehrwerkstatt, in der
Kinder von Leprakranken zu Automechanikern, Elektrikern, Maurern und
Tischlern ausgebildet werden. 80% der Ausgebildeten finden anschließend
einen Arbeitsplatz. Über 1.000 Schülerinnen und Schüler aus von der
Lepra betroffenen Familien besuchen dort die Grundschule, über 200
Schüler besuchen die Highschool (Realschule), die direkt neben der
Grundschule errichtet wurde. Bisidimo wurde 2005 mit insgesamt 28.928
Euro unterstützt. Damit die wichtige Arbeit in Äthiopien und in der
Region um Bisidimo auch in Zukunft weiter geleistet werden kann,
benötigt Bisidimo weiterhin unsere Unterstützung. Helfen Sie mit! |
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Kontakt: |
Walburga Lerg |
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Zum Hohlen Stein 17 |
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Tel. 12567 |